Startseite – Heilung durch Licht

Rotlichtlampen werden schon seit Beginn der 1990er Jahre zur Behandlung diverser Beschwerden eingesetzt. Mittlerweile gehört diese Behandlungsart zum Standard in den meisten Praxen von Physiotherapeuten und Ärzten und dienen auch in privaten Haushalten als leuchtendes Hausmittel bei diversen Symptomen.

Wirkungsweise von Rotlicht- bzw. Infrarotlampen

CC0 // pixabay

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Für menschliche Augen sichtbares Licht ist nur ein kleiner Ausschnitt des elektromagnetischen Spektrums. Es liegt zwischen einer Wellenlänge von ca. 400 bis 700 Nanometern, wozu z.B. auch das bei einer Infrarotlampe sichtbare Rotlicht gehört. Für den Heilungsprozess ist aber gerade das wichtig, was wir nicht sehen: Infrarot. Es beginnt ab ca 1000 Nanometern und lässt sich in drei verschiedene Typen einteilen: Typ A (IR-A), Typ B (IR-B) und Typ C (IR-C).

Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Wellenlänge, die entscheidend dafür ist, wie tief die Strahlung in die menschliche Haut eindringen kann. Typ A eignet sich hier am besten, da er die kürzeste Wellenlänge hat (je kürzer die Wellenlänge, desto tiefer kann die Strahlung in das Gewebe eindringen). Bei einer handelsüblichen Rotlichtlampe werden die anderen Typen durch einen entsprechenden Filter abgefangen und gelangen so nicht auf den Körper. Die Strahlung ist in der Lage, in die Haut, das Gewebe und die Gelenke einzudringen. Beim Infrarotlicht ist die Wärmestrahlung sehr hoch, was für ein angenehmes Wärmeempfinden sorgt. Die Behandlung mit einer Infrarotlampe ist also immer dann sinnvoll, wenn der Heilungsprozess durch Wärme erreicht oder gefördert werden kann.

Anwendungsgebiete

Rotlichtlampe // Foto: Richard Huber // CC BY-SA 3.0

Rotlichtlampe // Foto: Richard Huber // CC BY-SA 3.0

Mit der Bestrahlung lassen sich diverse Beschwerden lindern. Die erhöhte Durchblutung ist vor allem bei Muskelverspannungen ein wahrer Segen und trägt effektiv zu ihrer Auflösung bei. Sie ist also z.B. bei der Behandlung von Verspannungen im Schulter- oder Nackenbereich angezeigt. Bei Rheuma oder Arthritis wirkt sie schmerzlindernd. Einen ähnlichen Effekt haben z.B. wärmende Salben oder Wärmepflaster, wobei ihre erzeugte Wärme nicht so sehr in die Tiefe geht wie der der Infrarotlampe.

Aber auch bei Hautkrankheiten lassen sich Rotlichtlampen gut zur Behandlung einsetzen. Durch eine regelmäßige Behandlung mit Infrarot wird die Haut wirksam entschlackt, was sich positiv auf den Verlauf von Hautkrankheiten auswirkt. Dabei stellt sich zusätzlich ein sehr positiver kosmetischer Effekt ein: Die Haut wirkt straffer, zarter und geschmeidiger. Darüber hinaus ist diese Behandlungsform in der Regel deutlich günstiger als teure Cremes oder andere Kosmetika.

Nicht nur Krankheiten wie Neurodermitis, sondern auch Pickel und Akne lassen sich durch die Behandlung mit Rotlichtlampen lindern.

Natürlich helfen die altbewährten Klassiker wie Nasensprays oder Hustensäfte gut bei Erkältungen. Aber auch hier kann eine Infrarotlampe effektiv ihren Teil zur Gesundung beitragen. Durch die Strahlung löst sich der Schleim aus der Nase und den Nasennebenhöhlen und befreit dadurch die Atemwege. Vorsicht ist jedoch beim Besuch von Infrarotkabinen geboten. Anders als bei der Rotlichtlampe, wo nur ein Teil des Körpers bestrahlt wird, wirkt das Licht in so einer Kabine auf den gesamten Körper. Das hat einen ähnlichen Effekt wie ein Saunabesuch: Der Körper reinigt sich selbst und sondert Giftstoffe über die Haut aus. Während einer akuten Infektion stellt dies aber eine zu große Belastung für das Immunsystem dar und schadet deshalb mehr, als es nützt.

CC0 // pixabay

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Die Strahlung stärkt auch das Immunsystem und beugt dadurch Erkältungserkrankungen vor. Auch wenn diese Behandlungsform zur Linderung vieler Beschwerden effektiv eingesetzt werden kann, gibt es auch Krankheiten, deren Symptome sich durch die Zufuhr von Wärme verschlimmern können. Daher ist es wichtig, vor einer Selbstbehandlung einen ärztliche Rat einzuholen und potentielle Risiken abzuklären.

Schwangere Frauen leiden sehr oft an Gelenk– oder Rückenschmerzen und können daher besonders von der Bestrahlung mit einer Infrarotlampe profitieren. In der Regel ist eine solche Behandlung für das ungeborene Kind gänzlich ungefährlich. Trotzdem sollte gerade während der Schwangerschaft vor einer Behandlung ein ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch hier gilt: Eine Infrarotkabine hat teilweise völlig andere Effekte auf den Körper als eine Rotlichtlampe. Von der Nutzung einer solchen Kabine raten Ärzte während der Schwangerschaft in aller Regel ab.

Ist die Schwangerschaft überstanden und der Nachwuchs endlich gesund zur Welt gekommen kann auch ein Neugeborenes von der Bestrahlung profitieren. Es kann seine Körpertemperatur nämlich noch nicht selbst kontrollieren bzw. regulieren und kühlt daher sehr schnell aus. Eine Rotlichtlampe kann dabei helfen, die Körpertemperatur des Kindes konstant zu halten. Der Säugling muss dabei jedoch ständig beaufsichtigt werden, damit er nicht mit der Hitze der Lampe in Kontakt gerät und sich Verbrennungen zuzieht. Durch ein ungeschütztes Schauen in die Lampe können ernsthafte Schäden an den Augen entstehen. Deshalb sollte unbedingt ein Augenschutz verwendet werden. Vor der Anwendung sollte gerade hier ein ärztlicher Rat eingeholt werden.

Rotlichtlampe richtig anwenden.

Damit der größtmögliche Erfolg gewährleistet ist, muss die Bestrahlung korrekt durchgeführt werden. Die Behandlung erfolgt in Form einer 10 bis 20 minütige Bestrahlung der betroffenen Fläche oder Stelle. Der Bereich sollte dabei nicht durch Kleidung bedeckt sein. Nur so kann die Strahlung effektiv ins Gewebe eindringen, ohne durch Textilfasern abgeschwächt zu werden. Der Abstand zur Lampe sollte 30 bis 50 cm betragen. Eine Behandlung kann bedenkenlos zwei- bis dreimal am Tag durchgeführt werden.

Eigentlich bekommt man ein recht gutes Gefühl für den richtigen Abstand, wenn die Hitze zu spüren ist, aber noch erträglich bleibt.

Sicherheitshinweise

Bei der Anwendung einer solchen Lampe empfiehlt es sich, einen Augenschutz zu tragen, da das infrarote Licht schädlich für die Augen ist. Es sollte zusätzlich vermieden werden, direkt in das Rotlicht zu schauen. Aufgrund der erzeugten Wärme sollten sich in der Nähe der Lampe keine leicht entflammbaren Gegenstände wie z.B. Papier oder Holz befinden. Der Mindestabstand zur Strahlungsquelle sollte unbedingt eingehalten werden, um Verbrennungen zu vermeiden. Eine einzelne Behandlung sollte in der Regel einen Zeitraum von 30 Minuten nicht überschreiten. Beim Auftreten von Beschwerden muss die Behandlung umgehend abgebrochen und ein Arzt hinzugezogen werden. Die hier beschriebenen Sicherheitshinweise sind allgemeine Grundsätze. Vor Inbetriebnahme des Gerätes sollte die Gebrauchsanweisung komplett gelesen werden, um die spezifischen Besonderheiten des verwendeten Gerätes beachten zu können.